Mein Schwager Josef und meine Schwester Edeltrud hatten nach ihrer Hochzeit eine Bäckerei übernommen, sie hatten, wie das so im Anfang ist, viel zu tun und vor allem noch allerlei Schulden.

So zwischendurch kam dann auch noch ihre erste Tochter zur Welt.

Die Freude war zwar groß, das heißt bei meiner Schwester, denn mein Schwager wollte, wie das so ist, einen Jungen.

Das Kind wuchs heran und alsbald konnte sie schon Papa und Mama ihre Weihnachtswünsche mitteilen. Es sollte eine Puppenstube sein.

 

Das geht ja noch, meinte der Papa, denn die Puppenstube wollte

er selbst basteln. Meine Schwester kaufte schon mal das Inventar, kleine Stühlchen, Tischchen usw. Es war eine Woche vor Weihnachten und mein lieber Josef hatte mit dem Bau der Puppenstube noch nicht angefangen.

 

Nun wurde es aber Zeit! „Ja, ja, das wird schon noch was“, meinte Josef.

Am Morgen des Heiligen Abends war von einer Puppenstube immer noch nichts zu sehen.

Plötzlich, es war schon Mittag, legte er sich ins Geschirr, ging zum nächsten Lebensmittelladen und holte sich eine leere Apfelsinenkiste, auf dem Rückweg ging er beim Maler vorbei und besorgte sich alte Tapetenreste.

Was soll ich dir sagen, zur Bescherung war die Puppenstube fertig! Allerdings lösten sich im Laufe der Feiertage die Tapeten von den Wänden, aber das machte unserer kleinen Annette nichts aus, sie hat sich trotzdem ganz doll gefreut.

 

©Hans-Leo Bentfeld

Hans-Leo möchte dir heute eine Geschichte erzählen:

Hierzu noch ein paar sachdienliche Links:

 

www.kinderstadt.de

 

www.schildkroet.de

 

Nellys Puppentheater

Tschüss bis morgen!