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Wintermorgen in der Stadt
Stille, Geräusche wie auf Watte, die Landschaft trägt ein weißes Kleid - es hat wieder mal geschneit! Flocken, die vom Himmel fallen, decken ab, was gestern noch zu sehen war. Ein schönes Bild - alles sieht so unberührt aus. Deine Spuren im Schnee, als du zuerst die Schneedecke betratst. Bald werden viele Fußabdrücke nach deinen den frischen Schnee zertreten. Sie werden das jungfräuliche Weiß zerstören. Besen werden kehren, was hinderlich ist, Menschen Müll entsorgen, den sie spontan los werden möchten, Hunde Haufen in das Weiß setzen; der Schnee wird eine dunkle Farbe annehmen und es wird wieder tauen. Am Mittag sehen unsere Straßen wieder genauso grau aus wie gestern.
Zurück bleibt die Erinnerung an den stillen Wintermorgen.
Protest
Ich hasse diese Jahreszeit, wär ich doch nur im Bett geblieben! Wieder mal hat es geschneit, und ich soll diese Kälte lieben?
Winterschlaf, den sollt ich machen, mir den Bär als Vorbild nehmen. Dann hätte ich mit solchen Sachen wie Schnee und Kälte kein Problem.
Einkuscheln in die warmen Decken ein gutes Buch, sanfte Musik - und erst im Frühjahr wieder wecken! Vielleicht erwärmt mich dieser Trick?
Ich mag sie nicht, die weiße Masse, jedenfalls nicht in der Stadt, wo nach Stunden jede Gasse nur noch Schneematsch liegen hat.
Im Urlaub Schnee, den muss man haben, dafür fährt man im Winter hin. Doch Winter's weiße Kältegaben haben bei uns wenig Sinn.
Ich fahr nicht Schlitten, nehm das Auto, und das tut sich bei Schnee sehr schwer. Auch Glatteis ist ein Risiko - dabei rutscht man dann immer mehr.
Also, Winter, Abschiedskuss! Wir wollen dich hier gar nicht gern. Mach endlich mit der Kälte Schluss - und halt uns nicht den Frühling fern!
Verschwinde und lass uns in Frieden! Wir wollen lieber Sonnenschein, haben uns gegen dich entschieden - Winter, nein! Das muss nicht sein!
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