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Vogel des Jahres 2002: Der Haussperling :-)
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Hier möchte ich erklären, wie ich zu dem Namen „Spatz von Berlin" kam. Also: Es fängt damit an, dass ich kleine Portionen Essen zu mir nehme, man kann auch sagen, ich esse wie ein Spatz. Für mich sind die Portionen in Restaurants immer viel zu groß, ein Kinder- oder Seniorenteller würde vollkommen ausreichen! Und dann war ich irgendwann mal im Gespräch über Screennamen, man warf mir Einfallslosigkeit vor. Überall in meinen Namen war eine Hanni drin. Na ja, da ist mir halt der Spatz eingefallen, zumal ich vom Gesamtgewicht ja auch nicht gerade ein Koloss bin. Und die Vögel liebe ich sowieso. Im Winter bei geschlossener Schneedecke werden sie gerne von meiner Familie und mir gefüttert. Im Sommer sind sie in unserem Garten überall anzutreffen, es gibt genug zum fressen für sie. Und wenn es nur die Reste des Vogelfutters sind, die sie auf der Terrasse finden: Ich habe nämlich meine Wellensittiche im Sommer in einer großen Voliere auf der Terrasse stehen. Und wenn wir Glück haben, gibt es manchmal sogar Junge. Und da freuen wir uns besonders drüber, haben die Kinder doch nur noch Vögel aus eigener Zucht. Nur: Man darf diese Vögel nicht einfach brüten lassen, dafür benötigt man eine staatliche Genehmigung. Ich musste beim Amtstierarzt eine Prüfung ablegen, danach erfolgte ein Hausbesuch. Erst danach bekam ich eine Genehmigung zur Vogelzucht. Wellensittiche brauchen einen Brutkasten, um überhaupt Eier zu legen. Wenn sich das Vogelweibchen im Brutkasten gut eingerichtet hat, beginnt es, im Abstand von mehreren Tagen Eier zu legen. Danach sieht man das Weibchen kaum noch, es wird vom Männchen mit Futter versorgt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass man aus dem Brutkasten ein hungriges Zwitschern vernimmt, ganz zaghaft zuerst, aber später immer kräftiger. Der erste Jungvogel ist geschlüpft. Vogeljunge sind nackt, wenn sie schlüpfen, und sie sind ganz winzig. Immer wieder staunen wir darüber, wie aus so kleinen Lebewesen richtige Vögel werden können. Bis die Jungen flügge sind, hat der Vogelvater viel zu tun. Geschäftig fliegt er zwischen Nahrungsaufnahme und Brutkasten hin und her. Manchmal traut sich auch die Mutter aus dem Brutkasten hinaus. Bei steigender Zahl der Jungen teilen sich die Eltern das Füttern: Eine vorbereitete, schleimige Masse wird den Jungvögeln in den Schnabel gestopft, die eigentlich immer Hunger haben. Irgendwann machen die Jungvögel die ersten Flugversuche, und wenn man jetzt den richtigen Zeitpunkt wählt, sie in die Hand nimmt und sich mit ihnen beschäftigt, erreicht man, dass die Vögel handzahm werden. Ich habe einmal einem Kollegen einen Vogel aus meiner Zucht gegeben; um kein Geld der Welt möchte sich der Kollege von diesem Tier trennen. Es begleitet ihn überall hin, sogar unter der Dusche ist der Vogel dabei. Und der Vogel spricht so toll, dass der Kollege ganz begeistert ist. Um einen Vogel aber so weit zu bringen, bedarf es vieler Stunden intensiver Ansprache, wie jedes Tier muss auch ein Wellensittich merken, dass man es lieb hat. Das war also der Grund der Namensgebung: Ich bin „Vogelmutter", sammle viel, was mit Vögeln jeder Art zu tun hat: Eierbecher, Hähne, Enten, nun ist eben der Spatz zur Vogelfamilie dazugekommen ;-)
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Aus der Presse: Zu viele Neubauten, keine Nistplätze - der Berliner Spatz stirbt aus! Berlin - Der Naturschützer-Verband "Grüne Liga" stellt fest: Die Zahl der Spatzen in den Berliner Sanierungsgebieten ist um 90 Prozent zurückgegangen. "Gegen Häusermodernisierungen und Wärmedämmung an Plattenbauten hat er keine Chance", sagt Jens Scharon von der "Grünen Liga". Warum? "Weil der Vogel Löcher benötigt, in denen er seine Nester baut - und diese Löcher findet er in Fassaden und Mauern nur noch selten oder gar nicht mehr." Steckbrief Spatz: Die Vögel leben seit 11000 Jahren als "Kulturfolger" mit den Menschen zusammen. Sie sind rund 30 Gramm schwer, bis zu 14 Zentimeter lang. Das Männchen ist ein vorbildlicher Familienvater. Es bleibt seiner Frau ein Leben lang treu. Beide ziehen im Jahr bis zu sechs Junge groß. Eine Möglichkeit für Berliner, den aussterbenden Spatzen (lateinischer Name: passer domesticus - Hausspatz) zu retten: Nistkästen und Dachziegel mit Einflugöffnungen geben ihm die Chance, zu brüten.
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Ein Spatz
Ob sich ein kleiner grauer Spatz fragt: "Wie sehe ich aus? Warum bin ich so farblos und unscheinbar? Die anderen, warum haben die so ein schönes buntes Federkleid. Warum nicht ich?" Nein! Ein kleiner grauer Spatz fragt nicht, er lebt auf seinem Platz vollkommen und zeigt uns, wie schön das Leben ist!
(Autor unbekannt)
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Der Spatz - von Wilhelm Busch
Ich bin ein armer Schreiber nur, hab' weder Haus noch Acker, doch freut mich jede Kreatur, sogar der Spatz, der Racker.
Er baut von Federn, Haar und Stroh sein Nest geschwind und flüchtig, er denkt, die Sache geht schon so, die Schönheit ist nicht wichtig.
Wenn man den Hühnern Futter streut, gleich mengt er sich dazwischen, um schlau und voller Rührigkeit sein Körnlein zu erwischen.
Maikäfer liebt er ungemein, er weiß sie zu behandeln; er hackt die Flügel, zwackt das Bein und knackt sie auf wie Mandeln.
Im Kirschenbaum frisst er verschmitzt das Fleisch der Beeren gerne; dann hat, wer diesen Baum besitzt, nachher die schönsten Kerne.
Es fällt ein Schuss. Der Spatz entfleucht und ordnet sein Gefieder. Für heute bleibt er weg vielleicht, doch morgen kommt er wieder.
Und ist es Winterzeit und hat's geschneit auf alle Dächer, verhungern tut kein rechter Spatz, er kennt im Dach die Löcher.
Ich rief: »Spatz, komm, ich füttre dich!« Er fasst mich scharf ins Auge. Er scheint zu glauben, dass auch ich im Grunde nicht viel tauge.
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Hans und die Spatzen
Ach, Vater, sprich, wie fang ich's an, dass ich die Spatzen fangen kann? Der Vater spricht: so streu, mein Hans, hübsch Salz den Spatzen auf den Schwanz.
Und als der erste sich gesetzt, schleicht er heran: dich krieg ich jetzt. Jedoch das Spätzchen flog, husch, husch, flog zum nächsten Fliederbusch.
Sie halten, Vater, gar nicht still, Wenn ich das Salz hin streuen will. So lass die Spatzen, Hans, in Ruh, die sind halt klüger noch als du.
(Rudolf Löwenstein)
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Die drei Spatzen
In einem leeren Haselstrauch, da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch. Der Erich rechts und links der Franz und mittendrin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu, und oben drüber, da schneit es, hu! Sie rücken zusammen dicht, ganz dicht. So warm wie der Hans hat's niemand nicht.
Sie hör'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch. Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.
(Christian Morgenstern)
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Spätzlein
Es war einmal ein grauer Spatz, der saß ganz oben auf dem Dache, und unten hielt die Miezekatz schon seit geraumer Weile Wache. Da sagte sich das Spätzlein keck: "Mich kann das Biest nicht überlisten!" Bums, kam ein Habicht um die Eck und holte sich den Optimisten. - So kann es allen denen gehn, die glauben, nur sie wärn die Schlauen. Man darf nicht nur nach unten sehn, man muss auch mal nach oben schauen!
(Heinz Ehrhardt)
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Der Spatz im Kirschenbaum
Das Spätzlein saß im Kirschenbaum und wollt' sich grad ne Kirsche klaun. Da kam die Katz und sagt zum Spatz: "Pass auf , du frecher Wicht! Geklaut wird bei mir nicht!"
Der Spatz hat ihr nicht zugehört, das hat die Katze sehr empört, Mit einem Satz war da die Katz beim allerhöchsten Ast. Das hat ihr nicht gepasst!
Nun saß die Katze in dem Baum und wollt sich nicht mehr runtertrau'n Da rief der Spatz hinauf zur Katz - und das war gar nicht nett - "Ja wenn man Flügel hätt'!"
Die Leute liefen hin und her und riefen nach der Feuerwehr. Die war schnell da, tatütata und holte ohne Hast die Katz' vom hohen Ast.
Das Spätzlein hörte man noch lang. Wie es sein Lied im Baume sang. Der freche Spatz lacht aus die Katz und spuckt noch obendrein vom Baum den Kirschenstein.
(T. u. M. Karin Heimann)
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Zum Schluss noch etwas ganz Nettes:
Zwei Spatzen sitzen auf einem Ast, darunter verzehrt ein Mann auf einer Bank seine Butterbrote. "Du", sagt der eine Spatz, "wir warten jetzt noch 3 Minuten. Und wenn er uns bis dahin nichts abgegeben hat, soll er uns von der anderen Seite kennen lernen!"
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Zuletzt bearbeitet 2006-01-10
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