Verse im Herbst

Erntedank und Erntesegen ist das Schönste dieser Zeit,
Nebeldunst und Nieselregen verbreitet jedoch Traurigkeit.
Bunte Blätter auf den Straßen sind schnell wieder weg geweht;
ohne einen Blick zum Nächsten jeder flugs nach Hause geht.
Drachen, die so gerne schweben, hoch am Himmel, mit dem Wind,
vor Nässe überm Boden kleben, traurig ist jetzt jedes Kind!
Doch es freut sich auf den Winter, Schneeballschlacht und Schlittschuhlauf,
drüber nimmt es düstre Tage, wenn sie kurz sind, gern in Kauf.
Und die Freude unserer Kinder sollte uns ein Beispiel sein,
nicht am Ofen sich verkriechen, nein, wir wollen lustig sein!
Laufen über Feld und Wiesen, abseits von dem Häusermeer,
hier kann man Natur genießen, Wanderschuhe müssen her.
Jeden Tag soll man erleben, er vergeht schon wie im Flug,
heiter sein und Freude geben, ruhig sind wir lang genug!

November

Die Kälte steigt mir in die Rippen
und macht mein Herz ganz eisig kalt,
die Fenster kann man nur noch kippen,
und Raureif überzieht den Wald.
Im Kaufhaus riecht's nach Pfefferkuchen,
denn Weihnachten ist nicht mehr fern.
Doch ich bin noch am Wärme suchen -
November hab ich gar nicht gern!
Von mir aus könnt das Jahr bestehen
von Mai bis höchstens noch September,
die andern könnten alle gehen,
besonders aber der November!
Doch leider geht es nicht nach mir
und meinem ausgefallenem Denken,
drum sitz ich an dem Ofen hier,
denn er wird mir jetzt Wärme schenken.
Es riecht nach Bratapfel und Kohl,
und draußen trag ich einen Hut,
mir ist dabei nur gar nicht wohl;
November find ich niemals gut!
Bald kommt auch schon der erste Schnee,
der leider lange weiß nicht bleibt,
die Nase tut mir furchtbar weh,
weil Schnupfen sie zum Niesen treibt.
Ich hasse warme Wintersachen,
ich hasse abgefallenes Laub,
ich kann darüber nicht mehr lachen,
ich liebe nur den Sommerstaub.
November, dich bitt ich zu gehen,
bleib von mir gern mein Leben lang,
ich will dich niemals wiedersehen!
Vor Sonnenschein bin ich nicht bang.